Weniger des gefälligen Klanges, sondern eher des schönen Scheines wegen wurde die westliche, besonders deutsche Musik im Japan der Meiji-Zeit (1866-1912) eingeführt - als ein Beitrag zur Aufbesserung des staatlich-gesellschaftlichen Kulturprestiges. Die Diskussion des empirischen Falles fokussierte dabei die Gründung und den Ausbau der Tokyo Musikschule sowie deren Orientierung am Vorbild der klassischen Musik deutscher Provenienz. Ein vom Verfasser eigens entwickeltes Theoriestück zur politischen Unterlegenheit und ihrer Überwindung wurde zur Erklärung dieses Falles benutzt. Die gesamte Studie ist in kritischer Anlehnung an und Auseinandersetzung mit Max Weber geschrieben, wobei dessen methodologische Position besonders gewürdigt wurde.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Svenja Leiber: Nelka Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…