Aus dem Englischen von Wibke Kuhn. England, 1573: Ellyn wächst in armen Verhältnissen auf. Außer der harten Feldarbeit kennt sie nichts. Bis sie eines Tages ihre Gabe entdeckt und merkt, dass es außerhalb ihrer Welt noch eine andere gibt, eine Welt, die sie um jeden Preis kennenlernen will - und die sie am Ende vor die Frage stellt, wer sie sein will und wer sie wirklich ist.
Rezensent Samuel Hamen taucht ein in das von Armut geprägte Leben eines Mädchens im 16. Jahrhundert mit diesem historischen Roman von Nell Leyshon. Der Kritiker begleitet hier die etwa elfjährige Ellyn, die auf dem elterlichen Hof in England darbt: Der Vater ist krank, die Mutter verbittert und der Bruder prügelt. Bald entdeckt sie ihr Gesangstalent, verkleidet sich als Junge und wird als Chorknabe aufgenommen, lernt lesen und schreiben und versucht sich aus der Unterdrückung zu befreien. Die Perspektive des Kindes erscheint dem Kritiker "plastisch", zudem von Wibke Kuhn sorgfältig übersetzt. Und darüber, dass mancher Satz nicht ganz ins Mittelalter passt, kann Hamen hinwegsehen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…