Illustrationen von Ross Collins. Aus dem Englischen von Simone Walther. Attila ist verzweifelt. Der kleine Pinguin kann Eis und Schnee einfach nicht ausstehen. Doch als er seine Eltern um Rat bittet, reagieren diese entsetzt. Ein Pinguin, dem ständig kalt ist? Ein Skandal! Wenn das die anderen erfahren, nicht auszudenken! Traurig be- schließt Attila, von seiner heimatlichen Eisscholle fortzugehen. Doch wohin? Auf den Galapagosinseln sollen all jene Zuflucht finden, die ein wenig anders sind als andere. Also macht sich Attila auf den Weg gen Süden, und schon bald schließen sich ihm zwei wundersame Geschöpfe an: Loolagax, der Geier, der kein Fleisch mag, und der Adler, der eigentlich ein Igel ist. Doch bis sie auf den Inseln ankommen, müssen sie so manches Abenteuer bestehen mehr, als Attila sich auf seiner Eisscholle je erträumt hätte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.03.2005
In Fritz Wolfs Sammelbesprechung von drei Tiergeschichten kommen zwei Bücher ziemlich schlecht weg. Mit dem Kinderbuch "Attila, Loolagax und der Adler", in dem sich ein Pinguin, ein Geier und ein Igel, allesamt Außenseiter, auf die Reise zu den Galapagos-Inseln machen, geht er streng ins Gericht, weil es darin so "platt tierisch" zugehe. Keine Spur von der "poetischen Lust", mit der animalischen und der menschlichen "Sphäre" zu spielen, lege die britische Autorin in ihrem Kinderbuchdebüt an den Tag, moniert Wolf. Die Geschichte sei bloß aus den üblichen "Ingredienzien" für ein Kinderbuch zusammengesetzt. Um das nicht merken zu lassen, so Wolf, habe McAuliffe "den Ton ironisch überhöht", was ihn schnell nervt, besonders bei der bemüht komischen Namensgebung der Tiere. Der Rezensent kann sich nicht vorstellen, dass ein derart "gezierter Unfug" Kindern "Freude macht", ihn jedenfalls hat es offenkundig nicht amüsiert.
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