Peter Steinbach (Hg.)

Widerstand in Deutschland 1933 - 1945

Ein historisches Lesebuch. 3. durchgesehene Auflage
Cover: Widerstand in Deutschland 1933 - 1945
C.H. Beck Verlag, München 2000
ISBN 9783406420825
Paperback, 376 Seiten, 12,50 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Peter Steinbach (Professor für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand) und Johannes Tuchel (Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand). Dieses Lesebuch versammelt Texte und Bilder aus dem deutschen Widerstand. Von der privaten Tagebucheintragung über den Brief an Vertraute oder Freunde bis hin zur Flugschrift und zum politischen Entwurf. Die berühmten Persönlichkeiten des Widerstandes - Stauffenberg, Moltke oder die Geschwister Scholl - kommen darin ebenso zu Wort wie nahezu unbekannt gebliebene Frauen und Männer, die in der Auflehnung gegen die Diktatur ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Auf diese Weise ist ein sensibles und vielschichtiges Portrait des Widerstandes in Deutschland entstanden, das zugleich den Leser in seine Geschichte einführt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.08.2000

Die Motive des Widerstands gegen die Machthaber sind "facettenreich", so der Rezensent mit dem Kürzel "jah". Das vorliegende historische Lesebuch dokumentiere anhand von Zeugenberichten verschiedene Formen des Aufbegehrens gegen das Naziregime in Deutschland. Der Bogen ist weit gespannt: Von der Arbeiterbewegung, über den christlichen Widerstand und Vereinigungen wie "Kreisauer Kreis" und "Weiße Rose" bis zum Militär. Unter den Berichtenden sind Namen wie Dietrich Bonhoeffer, Oskar Schindler oder Sophie Scholl. Viele Texte würden auch heute noch mit ihrer "moralischer Aufrichtigkeit" bewegen, andere würden dennoch die "Grenzen und Widersprüchlichkeiten des Widerstands" aufzeigen - wie zum Beispiel das Schweigen zum Thema Judenverfolgung. Die Kritik: In der Textauswahl seien leider keine Kriegsdienstverweigerer zu Wort gekommen, auch bekannte literarische Selbstzeugnisse wie von Alfred Andersch oder Heinrich Böll seien dort nicht vertreten.

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