Ein Journalist und eine Künstlerin, Niklas Maak und Leanne Shapton, wandern zwei Tage von der Südspitze Manhattans bis zur Nordspitze der Insel an der 220. Straße. Sie lassen sich vom Zufall treiben und beobachten die Stadt: die Löcher in den Straßen, die gelben Taxen, die alten Backsteinfassaden, den chinesischen Schrotthändler, die Millionäre in ihren Bentleys, die Überwachungskameras, den Trump-Tower, die Flugzeuge am stahlblauen Himmel. Niklas Maak macht sich Notizen, Leanne Shapton aquarelliert. Nach und nach entsteht ein ungewöhnliches, sehr individuelles Bild von New York: unsere Gegenwart, als Mikrokosmos gebannt auf einer Insel im Hudson River.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2017
Einen New-York-Führer der besonderen Art kann Rezensent Stefan Fischer mit diesem Band von Niklas Maak und Leanne Shapton empfehlen. 21 Kilometer sind der Autor und die Illustratorin eine imaginäre Linie von der Südspitze bis zum Ufer des Harlem Rivers im Norden quer durch Manhattan gewandert, berichtet der Kritiker, der Maak für seine besondere Beobachtungsgabe lobt: Jenseits touristischer Eindrücke erfährt Fischer hier beispielsweise etwas über den "schrillen" Alltag im lateinamerikanischen Bereich des Stadtviertels oder schüttelt mit Maak den Kopf über den zunehmend "aseptischen" Süden Manhattans. Mit viel Lob bedenkt Fischer auch Shaptons reduzierte, in Schwarz und einem Rot-Braun-Orange-Ton gehaltene Aquarelle, die ihm geradezu wie die Idee des modernen New York erscheinen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 10.10.2017
Fasziniert hat sich Rezensentin Brigitte Werneburg mit der amerikanischen Künstlerin Leanne Shapton und dem "FAZ"-Redakteur Niklas Maak auf einen zweitägigen Fußmarsch quer durch Manhattan begeben. Sowohl in den reduzierten, überwiegend abstrakten Aquarellen Shaptons als auch in den Texten von Maak entdeckt die Kritikerin viele "überraschende" Beobachtungen und hellsichtige Reflexionen: Sie lernt hier nicht nur einiges über die Geschichte Manhattans, über Künstlerlokale, Arbeiterkneipen und Lebensmittelgeschäfte, sondern betrachtet auch nicht ohne Nostalgie die vielen Wohntürme an der 30. Straße.
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