Malte liebt Zahlen und trainiert fleißig für die Mathe-Olympiade, bei der er unbedingt gewinnen will. Als einziger seiner Schule hat er sich für die Landesrunde qualifiziert. Doch Zuhause bricht das Chaos aus, als seine sechzehnjährige Halbschwester Josefine für vier Wochen bei ihnen einzieht. Sie eckt überall an, schwänzt die Schule und macht Malte das Leben schwer - wie soll er so vernünftig lernen? Zu allem Überfluss taucht auch noch Lale in seiner Mathe AG auf. Sie ist nicht nur eine ernstzunehmende Konkurrentin, sondern auch noch "schön wie die Acht" und bringt ihn völlig durcheinander. Als ihm alles zu viel wird und er die Olympiade hinschmeißen will, rückt ihm ausgerechnet Josefine den Kopf wieder gerade.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2021
Eine feinfühlige "Familien-Freundschafts-Liebes-Selbstfindungsgeschichte voller Poesie" nennt Rezensentin Christine Knödler Nikola Huppertz' Buch über einen Jungen namens Malte, der Zahlen liebt und Gedichte zu lieben lernt. Den Anstoß gibt ihm seine eigenwillige Halbschwester, die für einige Zeit bei Maltes Familie lebt und deren Alltag gehörig durcheinander bringt, lesen wir. Über ihre Gedichte lernt Malte die Schönheit und Bedeutsamkeit der Worte kennen sowie ihre Verbindung zum Reich der Zahlen. Gemeinsam geben ihm Worte und Zahlen das Werkzeug, mit all den Gefühlen, den Missverständnissen und Konflikten umzugehen, die nun auf ihn zukommen. Besonders mutig aber gelungen findet Knödler, wie die Autorin ihre Leser und Leserinnen Maltes Überlegungen zu Versen und Formeln teilweise sehr detailliert nachvollziehen lässt. Insgesamt ein reichhaltiges und intelligent konzipiertes Buch, so die entzückte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2021
Rezensentin Eva-Maria Magel staunt, wie Nikola Huppertz in ihrem Buch für Kinder ab 12 so disparate Themen wie Mathematik, Liebe, Lyrik und Patchworkfamilie vereinigt und daraus eine lesenswerte Geschichte macht. Vom Einbruch der irrationalen Zahlen und Gefühle in das Leben eines jungen Mathegenies erzählt die Autorin laut Magel mit eben den Mitteln der Poesie und der Zahlen. Dass zwei Jugendliche sich finden, weil er für die Acht und sie für die Elf schwärmt, ist doch ein schöner Einfall, findet Magel. Und am Ende macht der Protagonist sogar seinen Frieden mit dem Uneindeutigen, meint die Rezensentin.
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