Heute Abend sind Boris und Celeste allein zu Haus, die Eltern gehen zu den Nachbarn. Boris ist begeistert, endlich Chips und Kekse zum Abendbrot! Celeste will unbedingt noch eine Gutenachtgeschichte hören - und zwar eine richtig gruselige. Nichts lieber als das! Boris weiß von schrecklichen Gespenstern zu erzählen, die nachts auf kleine Mädchen warten … Langweilig, findet Celeste. Oder von gefährlichen Riesenkröten, die sich heimlich anschleichen. Aber Kröten findet Celeste süß. Sogar über Drachen, menschenfressende Echsen und mehrköpfige Ungeheuer macht sich Celeste lustig. Sie gruselt sich einfach nicht. Bis sie sich selbst eine Geschichte ausdenkt, die Boris dann das Fürchten lehrt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2024
In Nikolaus Heidelbachs und Ole Könneckes gemeinsam gestaltetem Kinderbuch sind Boris und seiner jüngere Schwester Celeste abends allein zuhause, erklärt Rezensent Hubert Spiegel. Celeste besteht aber trotzdem auf das Ritual einer Gutenachtgeschichte, Boris will seine Schwester ärgern und ihr eine möglichst gruselige Geschichte erzählen, erfahren wir, aber sie ängstigt sich so gar nicht. Egal, ob "dreiköpfige Riesendalmatiner" oder menschenfressende Pflanzen - Celeste hat keine Angst und erzählt deshalb selber eine schreckensreiche Story. Die Zeichnungen sind getragen von "Imagination, Suggestion und Manipulation" und sehr fantasievoll als Bezugnahme auf die Gebrüder Grimm und Wolfram von Eschenbach gestaltet, resümiert der angenehm gegruselte Kritiker.
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