Am 8. 3. 2020, nach bereits vier Wochen freiwilliger Quarantäne, beschließt ein Mann (Nikolaus Heidelbach?), Tagebuch zu führen, um die Dinge im Griff zu behalten. Kontrollnotizen, nennt er das. Außenkontakte gibt es keine mehr, allerdings beginnt die 26-Zimmer-Wohnung ein unangenehmes Eigenleben zu entwickeln. Ob Fiebermessen, Nasen-Mund-Schutz und Abstand halten dagegen helfen? Lesen und schauen Sie selbst.
Ein wunderbarer Fund in diesen verrückten Zeiten ist für Rezensent Michael Maar das heidelbachsche Universum einer irren "Parodie" auf die Verschwörungstheorien. Hier liegt das "ausgerastet andere Corona-Tagebuch" vor, aus dem er hingerissen und vielfach zitiert. Wie da einer in sich selbst überkocht, misstrauisch und hilflos seinen Halluzinationen ausgesetzt, hat den Kritiker ungemein beeindruckt. Dass Zeichnung und Text sich nicht immer einig sind, fügt für Maar dem Wahnsinn - und dem Lesespaß - nur noch einen weiteren Schlenker hinzu. Unbedingt kaufen, empfiehlt der Rezensent.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…