Am 8. 3. 2020, nach bereits vier Wochen freiwilliger Quarantäne, beschließt ein Mann (Nikolaus Heidelbach?), Tagebuch zu führen, um die Dinge im Griff zu behalten. Kontrollnotizen, nennt er das. Außenkontakte gibt es keine mehr, allerdings beginnt die 26-Zimmer-Wohnung ein unangenehmes Eigenleben zu entwickeln. Ob Fiebermessen, Nasen-Mund-Schutz und Abstand halten dagegen helfen? Lesen und schauen Sie selbst.
Ein wunderbarer Fund in diesen verrückten Zeiten ist für Rezensent Michael Maar das heidelbachsche Universum einer irren "Parodie" auf die Verschwörungstheorien. Hier liegt das "ausgerastet andere Corona-Tagebuch" vor, aus dem er hingerissen und vielfach zitiert. Wie da einer in sich selbst überkocht, misstrauisch und hilflos seinen Halluzinationen ausgesetzt, hat den Kritiker ungemein beeindruckt. Dass Zeichnung und Text sich nicht immer einig sind, fügt für Maar dem Wahnsinn - und dem Lesespaß - nur noch einen weiteren Schlenker hinzu. Unbedingt kaufen, empfiehlt der Rezensent.
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