Was passiert, wenn ein Kindergarten Strafgebühren für verspätetes Abholen der Kinder einführt? - Die Verspätungen nehmen zu. Wer sind die größten Gewinner die Globalisierung? - Die Ärmsten der Armen in der Dritten Welt. Womit verdienen Fitnessstudios und Anbieter von Internet-Zugängen das meiste Geld? - Mit der Faulheit und Irrationalität ihrer Kunden. 'Ökonomie 2.0' stellt eindrucksvoll unter Beweis: Volkswirtschaft ist keine staubtrockene Wissenschaft. 99 Fallbeispiele fördern verblüffende, neue Erkenntnisse zu Tage. Ganz ohne Formeln und theoretischen Ballast präsentieren die Autoren aktuelle Ergebnisse bedeutender Ökonomen und erweitern die volkswirtschaftlichen Kenntnisse der Leser.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2007
Andreas Hoffmann begrüßt das Buch der beiden Ökonomen Norbert Häring und Olaf Storbeck "Ökonomie 2.0", mit dem sie, so der Rezensent, die Wirtschaftswissenschaften aus dem Bereich des Abstrakten herauslösen und auf den Alltag übertragen. So erfahre man beispielsweise, dass bereits jedes Kindergartenkind ein Homo oeconomicus ist und dass sich Börsenspekulanten bei zunehmendem Erfolg immer öfter vertun. Besonders gut gefallen hat ihm die Erkenntnis, dass hohe Prämien nur von der Arbeit ablenkten (wobei wir - leider, leider - den Beweis nicht verstanden haben). Auch dass der von Unternehmern so gefürchtete Mindestlohn dem Betrieb durchaus Gewinne einbringen könne, können die Autoren konstatieren. Schließlich lobt Rezensent Hoffmann das Buch als "sehr verständlich und amüsant geschrieben" und hätte sich nur noch einige weitere Gedanken zu "zentralen Problemen der Wirtschaftspolitik" wie Steuern, Renten und Krankenversorgung gewünscht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.06.2007
Ebenso kurzweilig wie erhellend findet Rezensent Arndt Christiansen dieses Buch von Norbert Häring und Olaf Storbeck über Ergebnisse neuer Forschungszweige in den Wirtschaftswissenschaften. Die beiden Wirtschaftsjournalisten verdeutlichen für ihn, dass die restriktiven Paradigmem der in der Ökonomie immer noch dominierenden Lehre der Neoklassik zunehmend ins Wanken geraten. Als Beispiel nennt er die Annahme von Akteuren, die völlig rationale Entscheidungen treffen, das deduktive Vorgehen oder die mathematischen Modelle. Wesentlich realitätsnäher scheinen ihm da die von den Autoren vorgestellten Einsichten und Richtungen der neueren Ökonomie, wie der "Behavioral Economics", der experimentellen Wirtschaftsforschung oder der Glücks-Ökonomik. Auch wenn die Darstellung nach Ansicht des Rezensenten natürlich "selektiv" bleiben muss, lobt er das Buch als gutes Beispiel für "gelungenen Wirtschaftsjournalismus", zumal die Autoren auch die Schattenseiten der neuen Ökonomie nicht unter den Tisch fallen lassen.
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