Die Krim, rund zweieinhalb Jahre von Ende 1941 bis Anfang 1944 unter deutscher Besatzung, sollte zu einem Mustergebiet nationalsozialistischer Herrschaft werden. Der Besatzungsalltag auf dieser ethnisch stark gemischten Halbinsel aber hatte mit deutschen Germanisierungsutopien kaum noch etwas gemein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2006
Überzeugend findet Rezensent Jürgen Elvert diese Arbeit über die deutschen Eroberungs- und Herrschaftssicherungsstrategien auf der Krim 1941 bis 1944, die Norbert Kunz vorgelegt hat. Er bescheinigt dem Autor die Auswertung zahlloser Aktenbestände, wodurch er auch zeigen könne, wie sehr die offiziellen Germanisierungsutopien und die Besatzerrealität auf der Schwarzmeer-Halbinsel auseinander klafften. Positiv wertet auch er die Überschaubarkeit des Untersuchungsgegenstandes, die sich für die geschichtswissenschaftliche Analyse des Zweiten Weltkriegs als "vorteilhaft" erweise.
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