Industrialisierung und Moderne, Verstädterung und entstehende Volksparteien diese Entwicklung brachte als Gegenbewegung ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch eine breite Diskussion über einen neuen Adel hervor. Alexandra Gerstner untersucht in kluger Argumentation und präziser, bestechender Sprache diesen Diskurs und konkretisiert ihn am Beispiel von Intellektuellen wie Walther Rathenau, Graf Coudenhove-Kalergi oder Kurt Hiller.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2010
Nach Meinung von Karina Urbach hat die Autorin mit ihrer ideengeschichtlichen Untersuchung aristokratischer Elitekonzeptionen zwischen 1900 und 1933 einen Trüffel gefunden. Das Nischenthema "Neuadelskonzepte" im politischen Denken ausgewählter Intellektueller (Walther Rathenau, Kurt Hiller u.a.) geht Alexandra Gerstner laut Urbach überzeugend und detailsicher an und weist trotz politischer Barrieren bestehende Berührungspunkte nach. Den Gedanken, dass das Deutungsmuster "Neuer Adel" im großen Kontext zeitgenössischer Elitetheorien eigentlich auch ganz gut aufgehoben wäre, wird Urbach allerdings nicht los.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…