Der Sammelband, herausgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, vereint Beiträge von renommierten Historikern aus den NATO-Mitgliedstaaten, in denen sie jeweils für ihr Land kompetent und quellennah beschreiben, welche nationalen Interessen für den Beitritt zur Nordatlantischen Allianz relevant waren und was sich die Führung ihres Landes vom Beitritt und von der Mitarbeit in der NATO versprach. Betont wird aber auch das durchgängige, letztlich entscheidende Interesse an der Wahrung der Solidarität innerhalb der NATO, weil von dieser Allianz der Bestand der Einzelstaaten abhing.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2001
Mit der Entstehung und der frühen Entwicklung der Nato befasst sich das Buch, das Daniel Kosthorst rezensiert. Es schildert die Erschütterung, die der Zweite Weltkrieg in der westlichen Welt augelöst hat. Dieser wird als grundlegende Erfahrung aller an der späteren Nato beteiligten Staaten genannt. Der Rezensent gibt die verschiedenen Sicherheitsbedürfnisse der Parteien wieder, die vor allem bei den USA mit weiter reichenden strategischen Interessen einhergingen. Das Buch nenne die zwei wesentlichen Abschnitte in der Entwicklung des Verteidigungsbündnisses, nämlich die Unterzeichnung des Nato-Vertrags am 1. April 1949 und die endgültige Vorschiebung der Verteidigungsgrenze bis an die Elbe im Zuge des Koreakriegs im Sommer 1950. Nach Kosthorsts Meinung zeigt das Buch die oft gegensätzlichen Perspektiven anschaulich und "dem Gegenstand angemessen". Er spricht von einer "höchst anregenden Lektüre".
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