Notger Slenczka

Vom Alten Testament und vom Neuen

Beiträge zur Neuvermessung ihres Verhältnisses
Cover: Vom Alten Testament und vom Neuen
Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2017
ISBN 9783374049424
Kartoniert, 506 Seiten, 44,00 EUR

Klappentext

Im Jahr 2015 kam es zu einer Debatte um den kanonischen Rang des Alten Testaments, der ein Echo auch in der kirchlichen Öffentlichkeit und in der Tagespresse fand. Ausgangspunkt war provozierender Aufsatz von Notger Slenczka, in dem er die These vertrat, dass Schleiermacher, Harnack und Bultmann, die eine Herabstufung der kanonischen Bedeutung des Alten Testaments forderten, Recht behalten hätten - freilich aus anderen als den von ihnen vorgetragenen Gründen. Die kanonische Geltung des Alten Testaments liegt darin begründet, dass die Kirche das Alte Testament als Zeugnis für Jesus Christus versteht. Ist dies eine angesichts des christlich-jüdischen Dialogs haltbare Position? Welche hermeneutischen Grundsätze leiten den Umgang der Kirchen mit dem Alten Testament? Wie ändern sie sich angesichts eines historischen Umgangs mit den Texten? Der erste Aufsatz Slenczkas und andere - erläuternde und weiterführende - Texte zu den historischen, hermeneutischen und systematischen Aspekten des Problems sind in diesem Band zusammengestellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.08.2017

Notger Slenczka, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie an der Humbodt Universität Berlin, hatte mit nur einem Aufsatz, in dem er die Frage stellte, ob das Alte Testament als "heiliges Buch der Juden" für die christliche Kirche kanonische Geltung haben könne, für viel Unmut bei seinen Fakultätskollegen gesorgt, informiert Rezensent Dirk Pilz. In jedem Falle "lesenswert" findet der Kritiker das nun erschienene Buch, in dem Slenczka in einzelnen Punkten auf die Kritik reagiert. Dass der Autor nun ein wenig zurückrudert, etwa wenn er von einer "theologischen Zwickmühle" spricht, geht für Pilz in Ordnung. Interessiert liest er auch, wie Slenczka begründet, dass der Protestantismus der Gegenwart offenbar Angst habe, "etwas Eigenes zu sein". Wenn der Theologe hingegen ausführt, er ziele mit seiner These "im christlich-jüdischen Verhältnis auf positive Folgen", vermisst der Rezensent eine klare Argumentation.

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