Martin Buber

Mythos und Mystik

Frühe religionswissenschaftliche Schriften. Werkausgabe Band 2.1
Cover: Mythos und Mystik
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2014
ISBN 9783579026763
Kartoniert, 540 Seiten, 138,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von David Groiser. Das mystisch-ekstatische Denken in Bubers frühen Schriften - Die Auseinandersetzung mit Mythen und mystischen Traditionen verschiedener Religionen und Kulturen. Band 2.1 der Martin Buber Werkausgabe versammelt etwa 30 Texte, die Buber als Vorlage für sein zentrales Werk "Ich und Du" (1923) heranzog: von einem unveröffentlichten Text aus dem Jahr 1900 über Aufsätze zu Jakob Böhme und Gustav Landauer bis hin zu einer Serie von Vorträgen. Die Bezeichnung "früh" bezieht sich auf Bubers Schriften, die vor der Veröffentlichung von "Ich und Du" entstanden sind, das eine radikale Zäsur des mystisch-ekstatischen Gedankenguts seiner frühen Schriften markiert. In diesen Aufsätzen setzt sich Buber mit den mystischen Traditionen des Buddhismus, des Christentums, des Islam und des Judentums auseinander. Ferner diskutiert er finnische, flandrische, japanische und keltische Mythen. Der Band wird neben theoretischen Aufsätzen zur Religionswissenschaft auch Bubers Dissertation berücksichtigen: "Zur Geschichte des Individuationsproblems. Nicolaus von Cues und Jakob Böhme" (1904).

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.06.2014

Als derzeit wichtigsten Beitrag zum Verständnis der Religionsphilosophie Martin Bubers bezeichnet Andreas Kilcher die innerhalb der revidierten, seit 2011 erscheinenden Werkausgabe Bubers publizierten drei von David Groiser und Irene Eber bearbeiteten Teilbände mit Bubers frühen religionswissenschaftlichen und -philosophischen Schriften. Hier zeigt sich der junge Buber dem Rezensenten als Denker der Religion mit nietzscheanischem Gestus und einem universellen Anspruch. Für Kilcher ist dieser Buber allerdings kein Mythenforscher, sondern jemand, der für eine "mythisch-monotheistische Volksreligion" plädierte, ein skeptischer Mystiker, wie Kilcher schreibt. Über die Faszination, die solche Ideen bei Literaten wie Hesse oder Musil auslösten, liest Kilcher in der Einleitung von Groiser, die er nebenbei eher als zu ausufernd empfindet.

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