Mit Illustrationen von Joanna Concejo. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein. Ein Mann arbeitet viel und sehr schnell. Da hat seine Seele Mühe, ihm zu folgen, und geht verloren. Ihm bleibt nichts anderesübrig, als auf den Rat seiner Ärztin zu hören: Er muss warten - warten, bis seine Seele wieder bei ihm ist, ihn eingeholt hat. Und das kann eine Weile dauern.Olga Tokarczuk erzählt eine berührende Geschichte über die Kraft der Geduld und der Erinnerung - und über unseren Umgang mit uns selbst. Wie mit einer zweiten Stimme wird der Text von Joanna Concejos geheimnisvollen Bildern untermalt - ein eigenes Universum, das Träume und Phantasien weckt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.12.2019
Rezensentin Stephanie von Oppen ist ganz begeistert von Olga Tokarczuks kindgerechter Behandlung des Themas Depression. Der märchenhafte Zugang zu einem ersten Thema gelingt der Autorin laut Oppen mit viel psychologischem Gespür und erzählerischer Fantasie. Dass die Erkrankung jeden treffen, dass jeder ihr aber auch wieder entkommen kann, erfahren die Leser in der trefflichen Übersetzung des Buches von Lothar Quinkenstein und unterstützt durch die "traumgleichen" Bilder von Joanna Concejos, erläutert die Rezensentin. Ein nachdenkliches, schönes Vorlesebuch, findet sie.
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