Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer und Claudia Steinitz. Die Welt des ausgehenden Mittelalters, der Bader und Gaukler, des Aufbruchs in neue Welten bildet den Hintergrund dieses Romans. Erzählt wird die Lebensgeschichte des Häretikers Hardouin, der als Schausteller durch die Lande zieht, getrieben von einer dunklen Vergangenheit und im Gepäck die Sensation jener Tage: Das Ding. Ein in Alkohol eingelegter Hermaphrodit. Erzählt wird, wie Tiecelin als Einziger einer verlorenen Kinderschar in einer frostklirrenden Nacht von Hardouin vor dem Tod gerettet wird. Von der geheimnisvollen Wahrsagerin Grand Macabre erfährt er die Geschichte des Dings. Es ist eine Reise ins lüsterne Treiben des Karnevals von Venedig und weit ins magische Isfahan zu den Königskindern Nouredine und Zoumouroude.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2011
Die "Schule der Gaukler" erzählt die alte Geschichte der Mavericks, die sich gegen eine feindselige Gesellschaft zusammenschließen und in schöner Solidarität durch die Welt ziehen. Beate Tröger hat dieser Roman sehr gefallen, und sie lobt auch die elegante Übersetzung Claudia Steinitz' und Barbara Heber-Schärers. Der Roman habe pikareske Züge und eine raffinierte Erzähltechnik, die manche Erzählungen seiner Protagonisten in reizvoller Schwebe halte. Der Leser werde direkt angesprochen und muss selbst entscheiden, inwieweit er den Erzählungen Vertrauen schenken will. Unterhalten fühlen wird er sich allemal! Eine Figur des Romans heißt Fouquaut und bringt die Rezensentin auf die Idee, dass der Roman möglicherweise Thesen Foucaults bebildere. Welche Thesen und wie genau dies geschieht, erläutert sie leider nicht.
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