Konrad von Einsiedeln, in Zürich Ungrad, in Sevilla Don Corrado de Fuseli genannt. Eine Geschichte um die Geschicke der Familie Füssli, Stuck- und Glockengiesser in Zürich, die da spielt in den Jahren 1548 bis 1589.
Ein Roman aus der Zeit der Reformation, als Alt- und Neugläubige sich erbitterte Kämpfe lieferten und eine Zürcher Glocken- und Kanonengießerei Großes leistete. Sowohl die englische Flotte unter Admiral Nelson als auch die spanische Armada wurden mit Waffen von bester eidgenössischer Qualität beliefert - zum Wohle des Geldsäckels der Familie Füssli.
Kaspar Schnetzler beschreibt den Aufstieg und den Fall seiner Protagonisten. Da ist der unbeirrt altgläubige Peter Füssli, der sein Ende nahen fühlt, nach Einsiedeln reitet, um vom Abt die letzte Ölung zu empfangen, dort aber mit der Klosterköchin ein letztes Mal das Leben feiert. Und da ist sein unehelicher Sohn Konrad, hervorgegangen aus dieser amour fou, der mit dem absoluten Gehör geboren wird.
Diese Gabe sowie sein handwerkliches Geschick bringen den jungen Mann auf verschlungenen Wegen zurück in den Schoss der Familie Füssli und nach Spanien, wo der geniale Glocken-und Kanonengiesser in ein gefährliches Labyrinth aus Politik, Geldgier, Macht und Intrigen gerät und der Liebe begegnet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2017
Rezensentin Martina Läubli lässt sich von Kaspar Schnetzler in die Wirren der Reformationszeit entführen. Die Geschichte des Zürcher Glocken- und Kanongießers Konrad Füssli basiert laut Läubli auf der gründlichen Recherche historischer Fakten und ebensolcher Erzählkunst. Der historische Roman lebt von der Prise Leidenschaft und der Fantasie und dem Einfühlungsvermögen des Autors. Konfliktreich, packend, mit grotesken Elementen und einem kräftigen Ton ausgestattet, vermittelt der Text Läubli das ferne 16. Jahrhundert.
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