Zwischen "magischem Realismus und phantastischer Fabulierkunst" erzählt Ota Filip in diesem phantastischen Roman die Geschichte Prags als einen Teil der Weltgeschichte und unterstreicht deutlich die tschechische Besonderheit: Nikolaus Graf Belecredos, der letzte seines Geschlechts, erlebt in Prag zwischen 1910 und 1968 die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts: vom Ende der Habsburger Monarchie über die Erste Tschechoslowakische Republik und zwei Diktaturen zum "Prager Frühling". Als Verwandlungskünstler wechselt er immer wieder die Masken, um die geschichtlichen Ereignisse zu überstehen. Viele seiner unzähligen illegitimen Kinder werden Vertreter des jeweils herrschenden Regimes, sind Revolutionäre, Spitzel und Mörder. Ein ruhiger Hafen sind das Cafe Slavia und dessen Oberkellner Herr Alois, der dem Grafen treu zur Seite steht...
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…