In diesem Buch konzentriert sich der Verfasser auf drei Abschnitte der politischen Arbeit von Kurt Georg Kiesinger: auf seine Rolle als Mitglied des Deutschen Bundestages von 1949 bis 1953, insbesondere als außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Vorsitzender des Vermittlungsausschusses; auf sein Wirken als Ministerpräsident des Bundeslandes Baden-Württemberg von 195B bis 1966; und auf seine Leistung als Bundeskanzler von 1966 bis 1969, bei der es ihm gelang, durch Vermittlungskunst und Führungsstärke eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD zu leiten und außen-, innen- und wirtschaftspolitisch erfolgreich die Bundesrepublik Deutschland zu regieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2006
Als gleich doppelt lesenswert empfiehlt Rezensent Klaus Hildebrand dieses Buch über Kanzler Kurt Georg Kiesinger. Denn zum einen beleuchte der Autor die doch relativ unbekannte persönliche Seite Kiesingers, zum anderen habe dieser auch in der Politik seine Neigungen zu intellektuell anspruchsvoller Konversation gepflegt. Der Autor, informiert der Rezensent, habe für Kiesinger von 1959 bis 1964 als persönlicher Referent gearbeitet und auch später eine intensive Beziehung zu ihm unterhalten. So könne er gewissermaßen aus der Nähe berichten, wie sich Kiesinger immer eine Distanz zum Politischen bewahrt habe. Neuigkeiten indes über die "bekannten Tatsachen" von Kiesingers Laufbahn hinaus biete Otto Rundel nicht.
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