Im Juni 2007 jährt sich die Erfindung der Farbfotografie zum 100. Mal. Mit dem sogenannten Autochrom brachten die Brüder Lumiere das erste Verfahren für Farbfotografien auf den Markt, das sogleich für Profis wie Amateure zugänglich war - ein neues Zeitalter für die Ablichtung der Wirklichkeit konnte beginnen. In über 350 - naturgemäß farbigen - Abbildungen entfaltet die renommierte Fotografie-Kuratorin Pam Roberts ein Kaleidoskop aus Ikonen der Fotografie und gibt damit einen spektakulären Überblick über dieses Zeitalter. Gleichzeitig stellt sie die verschiedenen Techniken vor, die in der Farbfotografie Anwendung fanden - vom Autochrom über das Ektachrom und die Polaroid-Technik bis zur Digitalfotografie von heute. Sie versammelt in diesem Band die berühmtesten, originellsten und wichtigsten Wegmarken aus 100 Jahren Farbfotografie - darunter Werke von Edward Steichen, Man Ray, Laszlo Moholy-Nagy, Gisele Freund, Cecil Beaton, William Eggleston, Martin Parr, Cindy Sherman, Robert Polidori, Annie Leibovitz und anderen Stars hinter der Kamera.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.07.2007
Rezensent Peter Geimer kommt zu einem gemischten Fazit rüber diese Geschichte der Farbfotografie der Fotografieprofessorin Pamela Roberts. Einerseits freut sich der Rezensent darüber, dass die auf ihrem Gebiet sehr kenntnisreiche Autorin mit ihrer "ausführlichen historischen Darstellung" eine große Forschungslücke schließt. Andererseits stört ihn, dass Roberts Fortschrittsgläubigkeit, "sodass eine Zeit, die diesen Fortschritt noch nicht kannte, unversehens den Makel des Unvollständigen erhält". Der Band ist deshalb Geimers Meinung nach ein bisschen theorieschwach und beschreibt die Entwicklung der Farbfotografie statt sie zu kontextualisieren.
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