Peter Walther

Der Erste Weltkrieg in Farbe

Bildband
Cover: Der Erste Weltkrieg in Farbe
Taschen Verlag, Köln 2014
ISBN 9783836554176
Gebunden, 384 Seiten, 39,99 EUR

Klappentext

Mit über 320 Farbfotos. Das Geschehen im Ersten Weltkrieg wurde auf allen Seiten der Front millionenfach im Bild festgehalten. Seither sind Tausende von Büchern mit Schwarz-Weiß-Fotos über die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" erschienen. Kaum bekannt ist jedoch, dass es durch die von den Brüdern Lumière 1903 patentierten Autochrom-Technik damals schon möglich war, in Farbe zu fotografieren. Zum ersten Mal werden in diesem Band anlässlich des 100. Jahrestags des Kriegsausbruchs die wichtigsten Ereignisse jener Zeit durchgehend in Farbe gezeigt von der Mobilmachung 1914 bis zu den Siegesfeiern in Paris, London und New York 1919. Zusammengetragen aus Archiven in Europa, den USA und Australien, illustrieren über 320 Farbfotos den Alltag und die Schrecken des Krieges an der Front und im Hinterland. Entstanden sind diese einmaligen Aufnahmen vor allem in Frankreich, Belgien und Deutschland, aber auch in Russland, der Schweiz, Italien, England, den Niederlanden, in Palästina, Algerien, Tunesien, Saudi-Arabien und in den USA. Der Band enthält Bilder aller bedeutenden Autochrom-Fotografen des Ersten Weltkriegs, darunter Paul Castelnau, Fernand Cuville, Jules Gervais-Courtellemont, Léon Gimpel, Hans Hildenbrand, Frank Hurley, Jean-Baptiste Tournassoud und Charles C. Zoller.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 26.07.2014

Nach einem ausführlichen Rückblick auf die Anfänge der Farbfotografie fragt Rezensent was Peter Walther eigentlich mit seinem Fotoband "Der Erste Weltkrieg in Farbe" vermitteln will. Leider nicht allzu viel, stellt der Rezensent bald fest. Denn auch wenn man denken könnte, dass durch Farbe die Authentizität des Gezeigten gesteigert würde, ist dem nicht so: Aufgrund der fehlenden Flexibilität des Apparates, mit dem die Autochrom-Bilder aufgenommen wurden, erklärt Düker, bilden die Aufnahmen lediglich durchkomponierte Stillleben und keine spontanen, kriegsnahen Momente ab. So würde die Dokumentation des Krieges nur um eine realitätsferne Perspektive ergänzt. Auch mit den allzu knappen Texten, die den "Prachtbildern" einfach informationsarm beigestellt sind, ist der Rezensent äußerst unzufrieden.

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