Vorwort von Heinz Berggruen. Übersetzung ins Deutsche von Anja Gundelach. Berühmt wurde sie als Geliebte Picassos, als seine Muse und als sein Modell. Doch sie war selbst Malerin und eine gefeierte Fotografin. dieses Buch stellt anhand des sensationellen Nachlasses der 1997 verstorbenen Künstlerin Werk und Leben dieser außergewöhnlichen Frau in Wort und Bild vor. Es erzählt vom paris der dreißiger Jahre, von Picasso und von einer Dora Maar, die mehr war als die Frau an Picassos Seite.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2001
Mit Dora Maar wurde durch Picassos "Pleureuse" berühmt. Seitdem gelten Tränen als ihr charakteristisches Merkmal. Dieser Sichtweise wolle Mary Ann Caws mit ihrem Buch nicht entgegentreten, versichert Claudia Schwarz. Vielmehr wolle die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin mit ihrer Monografie zeigen, wie sich durch Picassos Bild der Blick auf eine komplexe Persönlichkeit verstellt habe, die eine "komplizierte, starke und schillernde Frau" gewesen sei, mit der Picasso nach eigenen Angaben mehr gelacht habe als mit manchem anderen. Schwarz nennt stichwortartig einige Stationen aus dem Leben der Dora Maar, die die These der Biografin durchaus glaubwürdig klingen lässt. Caws stellt sie z.B. vor dem Wendepunkt ihres Lebens, der Begegnung mit Picasso, der sie zur "Geliebten, Muse, Modell und Dokumentaristin" gemacht habe, als "nonkonformistische Künstlerin" vor, der zahlreiche Avangardekünstler Anerkennung zollten. Auch das Leben nach der Trennung sehe die Biografin differenziert, schreibt Schwarz, die sehr angetan von dieser "fesselnden" Monografie ist.
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