Mit Dossier. Die erste realistische Graphic Novel über die Shoah beruht auf den Aussagen von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Der Autor versucht weder die Endlössung in einem Album zusammenzufassen noch eine historische These zu entwerfen. Er möchte jüngere Generationen auf die Pflicht der Erinnerung aufmerksam machen: Wir dürfen die Millionen von Opfern des Nazi-Regimes nicht vergessen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005
Titus Arnu erkennt die Bemühung an, findet sie aber fehlgeleitet: Gerade, indem Pascal Croci sich um einen historisch abgesicherten Realismus bemüht, so der Rezensent, bleibt er hinter den kritischen Debatten um die Darstellbarkeit des Holocaust und hinter der Leistung von Art Spiegelmans "Maus" zurück. Es soll authentisch sein, und das findet der Rezensent fragwürdig. Fünf Jahre lang hat Croci recherchiert und gezeichnet, um für Detailtreue und ästhetische Kohärenz zu sorgen, und Arnu will seine Darstellung der Schrecken von Auschwitz auch gar nicht als misslungen darstellen. Dennoch: "Die Stärken des Mediums Comic sind gerade nicht Dokumentation und Realismus, sondern Reduzierung, Interpretation und Abstraktion."
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…