Zu ihrem 5. Geburtstag bekommt Ticka eine Katze geschenkt, die sie Pitsy nennt. Als die Nazis kommen, verstecken sich die beiden im Kleiderschrank, wo Ticka um ein Haar entdeckt wird, wäre Pitsy nicht aus dem Schrank gesprungen. Ohne Eltern bleibt Ticka im Krieg zurück, findet Unterschlupf in einem Kloster, fährt als vermeintlich taubstummes Kind mit dem Zug quer durch Europa und besteigt in Frankreich die "Exodus". Das Flüchtlingsschiff wird von britischen Kriegsschiffen gewaltsam daran gehindert, Palästina zu erreichen. Die Flüchtlinge werden zurückgebracht, in Deutschland interniert, und erst Monate später gelingt eine neue Überfahrt. Im Mai 1948 erreicht Ticka schließlich Israel...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.07.2020
Rezensent Michael Schleicher scheint tief beeindruckt von Esther Shakines Comic-Debüt. Wie die Autorin in ihrer Graphic Novel ihre eigene Geschichte erzählt, von der Deportation der Eltern, dem eigenen Überleben der Schoah, dem Aufwachsen im Kibbuz, findet der Rezensent beeindruckend, nicht nur, da die Geschichte real ist, sondern weil Shakine das Genre auf ihre Art frei interpretiert, sich eines Tagebuchtonfalls bedient und zwischen klassischen Panels und "kraftvollen" Zeichnungen wechselt, zwischen Collage, Scherenschnitten und Illustrationen. Ein Buch für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, meint Schleicher.
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