Septime Verlag, Wien 2026
ISBN
9783991200802 Gebunden, 132 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Hätte Martial die Wahl gehabt, wäre er nicht nach Les Conviviales gezogen. Doch Odette war begeistert von der Idee eines brandneuen Seniorenwohnheims in Südfrankreich. Anfangs fühlt es sich wie ein großer Fehler an: Sie sind die einzigen Bewohner und schon bald verstärken die Versäumnisse des Hausmeisters die Langeweile der Isolation. Schließlich aber ziehen die ersten Nachbarn ein und der Alltag wird deutlich interessanter und angenehmer. Bis sich schließlich ein paar Roma direkt vor dem Heim mit ihren Wohnwagen niederlassen …Das Haus war stets Schauplatz eines turbulenten Gefühlschaos: Zwangsstörungen, verborgene Wunden, eingebildete Bedrohungen von außen. Bis zu jener Nacht, die furchterregender war als alle anderen, und sich im Auge des Hausmeisters der Mond spiegelte
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.05.2026
Mit "Mond gefangen in einem toten Auge" beweist Pascal Garnier einmal mehr, dass er ein "Meister der leisen, aber radikalen Subversion" ist, erklärt Rezensent Thomas Wörtche und präzisiert anschließend: Subversion aller möglicher Konstruktionen von Bedeutung. Wo diese Konstruktion versagt, da setzen die Neurosen ein, da beginnt es zu spuken: So geschieht es auch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern einer abgelegenen Seniorenresidenz in Südfrankreich, lesen wir. Statt ihren Lebensabend in bescheidenem Luxus zu verbringen, werden die hier Ansässigen von jenem Horror Vacui befallen, der sich an den Rändern jedes Sinnsystems auftut. Garnier erzählt davon in seinem Roman noir gewohnt abgeklärt, kühl, mit der Schärfe, Härte und Klarheit eines perfekt geschliffenen Diamanten, so der beeindruckte Rezensent.
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