Argon Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783732488025 Download, 15,95
EUR
Klappentext
Gelesen von Agnes Mann. Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar. Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, die man hinter schützenden Lügen verbirgt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2026
Rezensentin Theresa Hannig erfährt im Buch der Journalistin Pascale Hugues Verstörendes über das psychische Leiden von Hugues Mutter. Die "fragmentarischen" Erinnerungen halten fest, wie das Kind die Stimmungsschwankungen der Mutter, die an einer bipolaren Störung litt, erlebte. Für Hanning ein Porträt der Depression, aber auch der Versuch einer Therapie. Indem die Autorin den Ursachen auf den Grund zu gehen sucht und das Leben ihrer Mutter in der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zu deren Suizid nachvollzieht, entsteht auch eine Ermutigungsgeschichte, findet die Rezensentin. Das von Agnes Mann eingelesene Hörbuch überzeugt Hannig durch die einfühlsame registerreiche Stimme der Sprecherin, die sich den verschiedenen Zuständen der Mutter anschmiegt, mal beschwörend manisch, mal betrübt.
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