Konsumorientiert, pornoverdorben und jederzeit bereit, das Geschenk von Oma gegen Gras oder Wodka-Energy einzutauschen? Bisher kennen wir den Pubertätsalltag hauptsächlich aus der Sicht von verunsicherten Eltern, überlasteten Lehrern oder gar Familientherapeuten. Jetzt gewährt erstmals ein 15-Jähriger Einblick in das, was ihm und seiner Generation wichtig ist. Er erzählt von Computerspielen, Unterhosenmoden, Mädchenkleidung, Schüleraustausch, Verliebtsein in Zeiten des Internets und diesen Momenten, in denen alles zu viel wird. Und von Eltern, die ständig nur das Beste wollen, aber damit genau das Gegenteil erreichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2015
Ein "Bilderbuchjugendlicher ohne Rebellionspotenzial" tritt Melanie Mühl in Paul David Bühres "Teenie-Leaks" entgegen. Der 15jährige Autor plaudert über die soziale Struktur seiner Schulklasse und gibt beruhigende Einblicke in den Umgang junger Leute mit Pornos und Computerspielen, fasst die Rezensentin zusammen. Unterhaltsam findet sie das alles fraglos, aber manch wichtige Aspekt des Heranwachsens scheint ihr zu fehlen und allzu lapidar abgehandelt zu werden, Mobbing und Cybermobbing etwa. "Tennie-Leaks" ist, seinem Untertitel zum trotz, doch "in erster Linie ein Buch über Paul Bühre", stellt Mühl fest.
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