Übersetzt von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. In Prosastücken und Gedichten greift Yves Bonnefoy, einer der wichtigsten zeitgenössischen Dichter Frankreichs, lebenslange Motive von Neuem auf: die Sprache, das Namengeben und die Kindheit. Er geht sie konzentrierter, betonter, aber auch spielerischer an als zuvor. Im Mittelpunkt jedoch stehen, wie so häufig bei Bonnefoy, die Dichtung (in Gestalt von Baudelaire, Verlaine und Mallarmé), die Architektur (verkörpert durch Leon Battista Alberti) und die Malerei (in Gestalt der berühmten Verspottung der Ceres von Adam Elsheimer und dreier Gemälde Poussins).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2014
Als Einladung zum "Weiterschreiben" begreift Eberhard Geisler den vorliegenden Textband "Die lange Ankerkette" von Yves Bonnefoy, einem der wichtigsten französischen Lyriker der Gegenwart. Die Möglichkeiten von Dichtung umkreisend und die Grenzen zwischen den verschiedenen Gattungen aufhebend, knüpfe Bonnefoy sagenhaft eindrücklich an seine bekannten Themen an, wie Geisler bewundernd schreibt. Das Nachsinnen über Kindheit, Dichtung und Malerei dienten dem Autor als Folie um Metaphysisches in seine Poesie einzuflechten und verführt damit den Leser zu weiteren Reflexionen. Begeistert ist der Rezensent von solcher Tiefe, getragen durch häufig "schmucklos-nüchterne" und auf die notwendigsten Formulierungen reduzierter Sprache.
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