Paulus Hochgatterer, Schriftsteller und Kinderpsychiater, über seine "Poetik der Kindheit - und die Notwendigkeit zu schreiben. Seit vielen Jahren teilt Hochgatterer seine Zeit zwischen seiner Tätigkeit in einem Krankenhaus in Österreich und seiner Arbeit als Schriftsteller. Aus diesen zwei Seiten seines Lebens entstehen ganz besondere Texte. In den hier erstmals gesammelten Texten über Literatur erzählt er, was ihn zum Schreiben treibt: die Lust am Verbotenen, die Identifikation mit seinen Klienten, die Freude am Abschweifen, die Zwiesprache mit seinen Katzen ... und die Erkenntnis, dass wir immer von uns selbst sprechen, wenn wir von den Dingen sprechen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2012
Die drei Poetikvorlesungen, die der Wiener Jugendpsychiater und Schriftsteller Paulus Hochgatterer 2010 im Zürcher Literaturhaus gehalten hat, sind nun unter dem Titel "Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe" als Buch erschienen. Oliver Pfohlmann freut sich, dass der Autor mit diesem Band den Geheimtippstatus hinter sich gelassen haben dürfte. Immerhin sieht der Rezensent in Hochgatterer die "spannungsreiche Allianz zwischen Medizin und Literatur" - er denkt an Schnitzler, Tschechow und Benn - fortgeführt. Die Vorlesungen handeln von der Notwendigkeit des Erzählens für die Kindesentwicklung, ein, wie der Rezensent findet, so wichtiges wie aktuelles Thema. Ergänzt werden sie durch verschiedene Gelegenheitsschriften Hochgatters, darunter ein "wundervoll humorvoller Vortrag über Sexualmetaphorik in der Kinderliteratur".
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