Herausgegeben von Wladimir Velminski. Once upon a time, oder anders gesagt, es war einmal vor langer langer Zeit, um genau zu sein im Jahr 8888 (das s.g. Jahr der vier umgedrehten Unendlichkeiten), als ein überaus verdienstvoller Architekt die Ehre eines persönlichen Treffens mit dem Herrscher von Russland, dem Goldenen Kind, hatte und ihm einen persönlichen Wunsch unterbreitete...
Die Erzählung, in der Pavel Pepperstein eine suprematistische Zukunftsarchitektur entwirft, basiert auf Zeichnungen, die er unter dem Titel "Victory over the future" 2009 auf der Biennale von Venedig präsentiert hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2016
Rezensentin Kerstin Holm verlebt glückliche Stunden mit zwei Bänden des russischen Dichters und Künstlers Pavel Pepperstein. Wenn der Autor in "Stadt Russland" die Formensprache der Avantgarde und der Volkskunst in die Zukunft katapultiert und einen fiktiven Architekten die Utopie eines neuen Russlands in Bild und Text entwerfen lässt, als Wolkenkratzer in Frauengestalt oder Wohnsilos in Form von Atompilzen, erkennt Holm das Visionäre wie das Absurde daran. Im zweiten Band, "Der Architekt und das goldene Kind", geht Peppersteins Architekt noch weiter und schlägt revolutionäre Lösungen fürs "Anti-Aging" oder suprematistische Autobahnen in Sri Lanka vor. Eine gute Gelegenheit für das deutsche Publikum, Pepperstein und sein Gesamtkunstwerk kennenzulernen, freut sich Holm.
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