Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2001
Insgesamt scheint Cornelia Vismann dieses Buch empfehlen zu können, besonders weil sich ihrer Ansicht nach Glotz hier weder als Digital-Euphoriker präsentiert, noch die kulturelle Apokalypse durch das Internet heraufbeschwört. Die Ausführungen des SPD-Politikers über die neuen Informationssysteme, ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Bildungssystem, Städte und Verwaltung findet die Rezensentin überaus "kenntnisreich" und souverän dargestellt. Schade findet sie es allerdings, dass das Buch nicht auf die "Brüche kultureller Gewohnheiten und Gewissheiten" eingeht, etwa darauf, was die digitale Welt für Menschen bedeutet, die in ihrer Kindheit "noch von Müttern alphabetisiert" wurden. Eine anderer Frage, die die Rezensentin umtreibt und in diesem Buch unbeantwortet sieht, ist die nach Realität: Die Gegenwart könne nur verstanden werden, wenn man die Änderungen betrachtet. Hier hätte sich Vismann etwa eine "medienarchäologisch genaue Analyse" gewünscht.
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