Heinz Brüggemann

Architekturen des Augenblicks

Raum-Bilder und Bild-Räume einer urbanen Moderne in Literatur, Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts
Cover: Architekturen des Augenblicks
Offizin Verlag, Hannover 2002
ISBN 9783930345328
Gebunden, 580 Seiten, 34,80 EUR

Klappentext

Wird die technische Stadt des 20. Jahrhunderts vor allem bestimmt durch die Vorherrschaft des Sehens und der Sichtbarkeit, durch die Hegemonie raum-zeitlicher Ordnungen? Reden ihre uniformen Räume zu uns allein im visuellen Vokabular funktionaler Neutralität, während partizipatorische, involvierte Erfahrungsweisen der nächsten Umwelt verschwinden ? Worin bestehen ihre Identität als ein Ort, ihre konkreten und symbolischen Konstruktionen des Raumes, ihr soziales und kulturelles Gedächtnis? Oder ist sie zum überall gleichen, uniform ausgestatteten Transitraum, zum Nicht-Ort einer Übermoderne geworden? Der Autor greift solche Fragen auf, indem er an die Anfänge der urbanen Moderne im 20. Jahrhundert, an die Epochenschwelle von 1910, zurückgeht und sie an die Bildende Kunst, die Literatur, die Architektur- und Kulturtheorie seit dem frühen italienischen Futurismus richtet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.03.2004

Hubertus Adam ist von dieser Studie über die Wahrnehmung der Stadt in der Moderne in Literatur, Kunst und Architektur begeistert. Er preist sie als "materialreiche" Untersuchung an, die mit ihren "aufschlussreichen Querbezügen" und durch ihren interdisziplinären Ansatz die "getrennten Diskurse" über die moderne Stadt zusammenlaufen lässt. Dieses "anspruchsvolle Werk" ist auch insbesondere für "Architekturinteressierte" eine wahre "Fundgrube", schwärmt Adam, der diesbezüglich das Kapitel über Le Corbusier und Amedee Ozenfant als besonders "bemerkenswert" hervorhebt. Die Studie vermittelt ein komplexes und erhellendes Bild über die literarische und architektonische Stadtentwicklung in der Moderne, so der rückhaltlos überzeugte Rezensent.

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