Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2002
Der Autor versucht sich an einer Rehabilitation des Habitus-Begriffs, den Pierre Bourdieu vor einiger Zeit wieder ausgegraben hat, wie Rezensent Henning Ziebritzki berichtet. Er bleibt Nickls Studie gegenüber etwas zwiegespalten: einerseits sei seine philosophiegeschichtliche Darstellung des Habitus-Begriffs - angefangen bei Aristoteles und Thomas von Aquin bis hin zu seiner Entwertung bei Luther und Descartes - ein Kabinettstück, womit aber andererseits auch seine Grenze bezeichnet sei. Nickls "Ordnung der Gefühle" bleibt für ihn im Rahmen einer philosophiegeschichtlichen Darstellung, löst aber den eigenen Anspruch, einen Beitrag zur modernen Habituskonzeption und -anthropologie zu leisten, nicht ein. Das verleihe Nickls Arbeit den Rang einer - doch äußerst lesenswerten - Vorstudie, so Ziebritzki.
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