Stellen wir uns nicht alle manchmal diese Fragen: die nach dem eigenen Leben und der wahren Liebe. Wir warten auf das echte Gefühl. Wir sind allein unterwegs. Wir suchen den Ort unserer Sehnsucht. So geht es den Figuren von Peter Stamm. Sie blicken zurück und staunen, dass das Leben sich so entwickelt hat und nicht anders. Oder sie haben es vergessen. Und wir mit ihnen. Nicht allein sein, Nähe herstellen, eine Liebe gelingen lassen. Oft trauen wir uns nicht. Wir denken darüber nach, ob es so, wie es ist, richtig ist, und wir träumen vom Glück. Peter Stamm erfindet für uns einen graden Strich durch die ungefähre Landschaft unseres Lebens, so dass wir die Stille genießen können, die dabei entsteht. Weihnachten ist nur die Zeit, in der wir dafür besonders empfänglich sind.
Für eine Weihnachtsgeschichte ganz schön verwirrend, findet Jan Drees: Peter Stamms Erzählung erinnert ihn an die Bilder des Illusionsgrafikers M. C. Escher. Dass im Zentrum der Geschichte, die mit dem Ende beginnt, ein unheimlicher Vorfall steht, der erst am Schluss aufgeklärt wird, verrät Drees ebenso wie den letzten Satz des Textes. Dazwischen jede Menge Volten, Sprünge zwischen Orten und Zeiten, erklärt er. Ahnungen, Träume, eine ménage à quatre, ein hungernder Künstler - das wieder lässt Drees an den frühen Paul Auster denken. Stamms Kunst, Verknappung und Unaufdringlichkeit, findet Drees bezaubernd.
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