Globalisierung, Individualisierung, neue soziale Ungleichheit und fundamentalistische Weltdeutungen haben unsere Gesellschaften in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Die Moderne ist aber nicht an ihrem Ende angelangt, wie viele vor nicht allzu langer Zeit noch meinten. Vielmehr gilt es, einen neuen Weg zu finden, die Gesellschaften der Gegenwart und ihre geschichtliche Entwicklung zu analysieren. Dieses Buch liefert einen neuen Ansatz zur Analyse der Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.01.2010
Dass es "die Moderne" eigentlich nicht gibt, ahnt der Rezensent schon. Von Peter Wagner lässt sich Robin Celikates sodann in einem "anregenden" Mix aus vergleichend-historischer Soziologie, Sozialtheorie und politischer Philosophie die Entwicklung der Moderne auseinandersetzen hin zur "Verpflichtung zur Selbstbestimmung", so bringt Wagner es auf den Punkt. Weiterhin erklärt ihm der Autor drei daraus resultierende Problemzonen: politisch, ökonomisch, epistemisch. Wagners Verständnis der Moderne als Zusammenspiel von Erfahrung und Interpretation plus gesellschaftliche Selbstverständigung und politische Umformung hält Celikates für den Clou des Buches. Mit ein, zwei offenen Fragen, etwa zu den negativen Erscheinungen des Moderne-Projekts, kann der Rezensent ganz gut leben.
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