Der sowjetische Wohnungsbau zwischen 1955 und 1991 ist mit seinen über 700 Serientypen ein widersprüchliches Thema. Bislang hat die aktuelle Baugeschichtsschreibung diesem komplexen Forschungsfeld kaum Beachtung geschenkt. Anliegen und Anspruch dieses grundlegenden Forschungsbeitrags zum Wohnungsbau des 20. Jahrhundert ist deshalb die angemessene Würdigung eines der größten Bauprogramme der Nachkriegsmoderne. Neben einer Einordnung des Massenwohnungsbaus in den architekturhistorischen Kontext der Sowjetmoderne werden in dieser Arbeit zehn gebäudekundliche Parameter zur Identifikation serieller Wohnbauten definiert und am Beispiel von drei ausgewählten Städten in der ehemaligen Sowjetunion diskutiert: Moskau, Leningrad und Taschkent.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2016
Bei Philipp Meuser lernt Rezensentin Andrea Gnam das Plattenbausystem "Camus" kennen. Aber Meuser bietet viel mehr: Nämlich laut Gnam ein grundlegendes Werk zum Thema industrialisiertes Bauen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das Nomenklatur, Fertigungsmethoden, Ästhetik, Entwicklung und Ausprägungen sowie städtebauliche Aspekte behandelt. Darüber hinaus ist der Band für Gnam ein auch visuell attraktives Kompendium: Grundrisse, Fotos, auch aktuelle aus Taschkent, sowie eine typologische Einordnung der Platte runden das Buch für sie ab.
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