Aus dem Australischen von Cornelia Krutz-Arnold. Gary wird zwar Blacky genannt, aber er ist ein Goonya, ein Weißer. Mit den Nungas, den Aborigines, hat er nichts zu tun. Das ändert sich, als Dumby Red, ein Aborigine, neu in Garys Footballmannschaft kommt. Blacky und Dumby werden Freunde, aber in dem kleinen australischen Ort ist das alles andere als normal. Und Blacky muss die Erfahrung machen, dass die Unterscheidung 'wir Goonyas, ihr Nungas' nicht nur sinnlos ist - sie kann auch tödlich sein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001
Fritz Göttler zeigt sich von diesem australischen Jugendbuch äußerst begeistert. Es gehe um Familie, Liebe, Vertrauen und um das Erwachsenwerden, was in Australien mit den Spannungen zwischen den Rassen einher gehe. Die Geschichte sei "ironisch aber herzlich" erzählt und zudem gespickt mit "Aussieismen", typisch australischen Ausdrücken und Redewendungen. Der Rezensent lobt dieses Buch, das trotz einer gewissen Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit des beschriebenen Alltags überzeuge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.11.2001
Was so schwierig darzustellen ist - der mühsame Weg in die Mündigkeit -, steht im Zentrum zweier Bücher, die Olivier Löffler bespricht: "Fahrkarte nach Heaven" von Angela Johnson.und "Wir Goonyas, Ihr Nungas" von Phillip Gwynne. Traditionell, bodenständig, aber überzeugend erzählt erscheint dieses Debüt dem Rezensenten. Er bezeichnet es als "im umfassenden Wortsinne großen Jugendroman" .Ein "ausdifferenziertes Tableau markanter Charakterköpfe" und längere Exkurse, zum Beispiel über die Aufzucht von Maden, lassen dem Rezensenten dieses Buch über eine unverhoffte Adoleszenz in der australischen Provinz in goldnem Licht erscheinen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Konrad Heidkamp weiß nicht. ob er bei der Lektüre dieses australischen Jugendromans über den "alltäglichen Rassismus" und das Erwachsenwerden eines 14-jährigen Jungen lachen oder weinen soll. Für den Rezensenten zeigt sich der australische Autor in seinem Debütroman als Meister der "perfekten Gratwanderung" zwischen Humor und Ernst, wobei Heidkamp besonders lobenswert findet, dass Gwynne seine Figuren nicht vorführt. Auch preist er die Übersetzerin für ihre "sensible" Übertragung ins Deutsche, die viel zur positiven Wirkung des Buches beitrage. Dass der Roman ganz nebenbei auch noch viele Fragen des Alltags auf ziemlich "verblüffende" Weise beantworte, freut den Rezensenten zusätzlich.
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