Porträt

Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Band 2
Cover: Porträt
Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783496011392
Kartoniert, 487 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Rudolf Preimesberger, Hannah Baader und Nicola Suthor. Mit 14 Abbildungen und 46 Texten mit Übersetzungen und Kommentaren. Aus der Fülle des vorliegenden Materials haben die Autoren für die zu Studienzwecken verfasste Quellenanthologie beispielhaft erscheinende Texte ausgewählt, die in Original und Übersetzung vorgestellt, ausführlich erläutert und eingeordnet werden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.09.2001

Dass über die Rangordnung der Bildgattungen (Historie, Genre, Landschaft, Poträt, Stilleben) viel geschrieben worden ist, wie Karena Lütke erklärt, lässt allein der Umfang dieser Publikation erkennen. Künstler, Theoretiker, Philosophen, entlegene Quellen oft, aus zwei Jahrtausenden sind hier in "mühevoller Arbeit" zeitlich wie geografisch ausgewählt und "kundig und verständlich" kommentiert worden, "und das gleich zweisprachig", berichtet die Rezensentin. Ob es um den Landschaftsbegriff bei Vergil oder Cézanne geht oder um die von der Genesis bis zu Deleuze/ Guattari gespannte Quellengeschichte des Porträts - hier wie dort macht Lütke überraschende Entdeckungen ("selbst über die einzelnen Bände hinweg lassen sich Dialoge spinnen"), trifft auf weniger bekannte oder unerwartete Autoren. So gelungen ist das Unternehmen, dass die Rezensentin es gleichermaßen als "zentralen Fundus" für Kunsthistoriker wie als "großes Vergnügen" für interessierte Laien bezeichnen möchte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2000

Werner Schade nutzt die Besprechung des Buches zu grundsätzlichen Überlegungen über das Porträt. Nachdem er kenntnisreich die Geschichte der Gattung und ihre Problematik rekapituliert hat, wendet er sich der Studie zu, die sein uneingeschränktes Lob erhält. Die hinzugezogenen theoretischen Quellen eröffneten "glänzende Zugänge" zum Thema, rühmt der Rezensent. Selten setze Textfülle und ihre Erschließung "Gedanken so in Bewegung" wie dieses Buch, und er findet, dass es einen "würdigen" Abschluss der Reihe der von der Freien Universität Berlin unternommenen Untersuchungen zu den einzelnen Gattungen in der Malerei darstellt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.06.2000

Dass das Porträt dem Porträtierten ähnlich zu sein habe, darin war sich die Theorie die meiste Zeit einig. Worin aber diese Ähnlichkeit bestehe, ob sie als äußerliche genüge oder ob es eine (erst als künstlerische mögliche) Abbildung der Seele geben könne oder müsse, darüber ging lange der Streit. Es ist dieser Punkt, den Michael Gnehm in seiner Rezension betont und durch die verschiedenen Aufsätze des Sammelbandes verfolgt. Noch bei Georg Simmel, so stellt er fest, geht es um das Porträt als den Ort, "wo sich die Wirklichkeit des Lebendigen und die Idealität des Kunstwerks kreuzen". Wie seine inspirierte Aufnahme der Texte bereits vermuten lässt, findet der Rezensent den Band anregend und kurzweilig, lobt die Quellentexte und auch die "kundigen Kommentare".

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