Rachel Khong

Real Americans

Roman
Cover: Real Americans
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN 9783462005721
Gebunden, 528 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Tobias Schnettler. Ein Sommer in New York, der alles verändert. Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft. Und die große Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind? New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft - charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums -, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich. 21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern - nicht nur für ihn.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2026

Rezensent Ulrich Steinmetzger empfiehlt Rachel Khongs Roman als zeitgemäßes Generationenporträt, Einwanderergeschichte und Erinnerung an die Zeit vorm Platzen der Dotcom-Blase. Einen College-Roman bringt die Autorin in ihren zweiten Buch auch noch unter, staunt der Rezensent. Erzählt wird mit Tempo über die Mitglieder einer in New York lebenden chinesischen Einwandererfamilie, deren Schicksale Khong laut Steinmetzger sehr gekonnt verknüpft. Ethische Probleme, Herkunft, Klima, Fortschritt und seine Grenzen, das sind nur einige der aktuellen Themen, die Steinmetzger im Text ausmacht. In den Bann schlägt ihn der Roman auch, da Khong seiner Meinung nach nie agitatorisch rüberkommt, sondern ganz auf ihre Geschichten vertraut. 

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.04.2026

Rachel Khongs zweiter Roman weiß Kritikerin Isabella Caldart nicht zu überzeugen, zu didaktisch und schematisch ist ihr die in drei Teile gespaltene Geschichte. Jeder der Teile widmet sich einem Mitglied der chinesisch-amerikanischen Familie Chen und Fragen um Identität und Zugehörigkeit. Tiefgründig ist laut Caldart nur der dritte Teil um die Großmutter May, der sich immerhin auch noch mit Maos Kulturrevolution auseinandersetzt, in den anderen beiden Abschnitten gehe es einzig um Lily, die Mutter, und ihren Sohn Nick, ohne dass irgendeine der Nebenfiguren mehr als ein "Pappaufsteller" sei. Auch stilistisch ist das Buch arg simpel gehalten, bedauert die Rezensentin, schade, dass der durchaus interessante Ansatz nicht besser ausgeführt wurde, resümiert sie.

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