Der Nahe Osten vor einer neuen Ära der Gewalt. Israel setzt auf militärische Dominanz. Israel wie der Hamas nutzen Krieg mehr als ein Frieden. Netanjahu wird von biblischen Zionisten getrieben, Trump von christlichen Evangelikalen.. Umfassend schildert Rainer Hermann die Fronten und zeigt, wie die Region eine friedliche Zukunft finden kann. Die Golfaraber befürworten einen wirtschaftlich verbundenen Nahen Osten, dessen Wohlstand den Weg zum Frieden ebnet.Der Vulkan des Palästinakonflikts schien erloschen, als er am 7. Oktober 2023 mit einer zerstörerischen Wucht wieder ausbrach, die im Nahen Osten alles in Frage stellt. Israel führt seither den längsten Krieg seiner Geschichte und greift auch arabische Staaten an. Rainer Hermann analysiert die neue geopolitische Lage und die wachsende Isolation Israels. Er zeigt, wie sich eine neue antiisraelische Achse formiert, wie Iran für weitere Kriege aufrüstet und warum die Region vor einem sich ausweitenden Flächenbrand steht. Zugleich entwirft er Perspektiven für eine mögliche Neuordnung des Nahen Ostens - jenseits von Gewalt und Konfrontation. Die Golfaraber setzen sich für einen ökonomisch vereinten Nahen Osten ein, der über Wohlstand zu Frieden führt. Doch die Politik Israels und der USA wie auch der Terror der Hamas werden von religiösen Phantasien befeuert. Ein hochaktuelles Buch zur brisantesten Konfliktzone der Welt.
Ein hochaktuelles Buch liest Rezensent Matthias Bertsch. Rainer Hermann hat sein Buch über die Lage im Nahen Osten zwar vor dem Beginn des Irankriegs 2026 veröffentlicht, gleichwohl ist es gerade mit Blick auf diesen neuen Konflikt relevant. So liest der Kritiker etwa, dass militärische Siege des Westens nie zum Frieden in der Region geführt hätten. Zudem erfährt er hier, dass die Hamas bereits zwei Tage nach Entscheidung über die Justizreform in Israel das Massaker plante. Experten werden hier zwar weder über die innenpolitische Dynamik im Iran noch über die Kriegsführung Israels, das in seiner Bereitschaft, zivile Opfer in Kauf zu nehmen sich dem islamistischen Gotteskriegertum annähere, Neues erfahren, räumt der Kritiker ein. Und auch dass als positives Gegenbeispiel Saudi-Arabien unter Mohammed Bin Salman herangezogen wird, findet Bertsch kritikwürdig. Dennoch gewährt das elegant geschriebene Buch einen guten Einblick in die verschiedenen Interessen der unterschiedlichen Akteure, schließt der Kritiker.
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