Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2000
Als Hoffnungsträger in der "oft ein wenig abfällig als `Zunft` bezeichneten Germanistik" begrüßt Gerhard Schulz den "jungen Wissenschaftler", dessen "enzyklopädische Studie" er enthusiastisch lobt. Bewundernswert findet Schulz, dass sich Klausnitzer "von der Fülle seines Materials nirgends zu Boden ziehen" ließ, sondern die Freiheit zu einem ausgewogenen Urteil behalte. Angetan ist der Rezensent auch von Klausnitzers Begriffssprache, "die auf modische Geheimterminologie und polpulistische Verallgemeinerungen" verzichtet. Dissertationen seien normalerweise Bücher für Fachleute, "aber dies hier ist auch eins über die Verführbarkeit von Intellektuellen, über Macht und über die Gefahr unklarer Begriffe". Deshalb verdiene das Buch breitere Aufmerksamkeit.
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