Das Neue Dorf: Hundert Minifarmen produzieren hochwertige Lebensmittel und werten die Böden auf, Kleinunternehmen stellen eine breite Palette an Gütern her, Kultur- und Bildungseinrichtungen versorgen die Bevölkerung, Tourismus belebt den Ort - all das auf der Fläche eines einzigen Bauernhofes! Neue Dörfer ermöglichen gutes Auskommen, selbstbestimmtes Leben, tragen zur dauerhaften Versorgung der Städte bei. So wird nicht nur das "gute Leben" für den Einzelnen möglich: Humusaufbau, Permakultur und ökologische Produktion unterstützen auch ein ausgeglichenes Klima.
Rezensentin Christiane Grefe schätzt den Wasserwirtschaftsexperten Ralf Otterpohl als systematischen Vordenker in Sachen Gewässerschutz. Und so lässt sich die Kritikerin zunächst gern auf die ökologische Utopie des Autors ein, der ihr hier von einem aus "hundert Minifarmen" bestehenden Dorf der Zukunft erzählt, in dem Menschen eigenverantwortlich anbauen, produzieren, heilen, pflegen und Versorgungsnetzwerke betreiben. Otterpohls Überlegungen zur Regenerierung ausgelaugter Böden kann die Rezensentin durchaus gut folgen, der "missionarische" Tonfall des Autors geht ihr allerdings bald ziemlich auf die Nerven. Dass Otterpohl es bei allem Enthusiasmus zudem mit Fakten, Hintergründen und einer lesefreundlichen Struktur nicht allzu genau nimmt, gelegentlich schönfärbt und häufig schwarz-weiß malt, stimmt die Kritikerin nicht gerade gnädiger.
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