Reimar Lüst

Der Wissenschaftsmacher

Reimar Lüst im Gespräch mit Paul Nolte
Cover: Der Wissenschaftsmacher
C.H. Beck Verlag, München 2008
ISBN 9783406568923
Gebunden, 300 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Reimar Lüst ist eine der herausragenden Wissenschaftspersönlichkeiten unserer Zeit. Raumfahrt und Raumfahrtforschung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sind ohne den Astrophysiker, der bei Carl Friedrich von Weizsäcker promovierte und später für seine Forschungen das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik aufbaute, nicht denkbar. Im Gespräch mit dem Zeithistoriker Paul Nolte blickt der Astrophysiker und Wissenschaftsmanager Reimar Lüst auf sein aufregendes Leben im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit zurück. Im Gespräch mit dem Zeithistoriker Paul Nolte berichtet der einflussreiche Weltraumforscher anschaulich über seine Erfahrungen zwischen Diktatur und Demokratie, zwischen Krieg, Wiederaufbau und internationaler Verflechtung der Bundesrepublik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.09.2008

Die deutsche Forschungslandschaft sähe ohne Reimar Lüst anders aus, da ist sich Ulf von Rauchhaupt sicher. Die wissenschaftlichen Stationen Lüsts und nicht weniger als einen ebenso kompakten und verständlichen wie spannenden Grundriss einer Geschichte der bundesdeutschen Wissenschaftspolitik erkennt der Rezensent in diesem Band. Ein Wunder bei einem solch spröden, an Helden wie an Schurken armen Thema, meint Rauchhaupt. Und er staunt nicht schlecht, wie durch sorgfältige Gesprächsvorbereitung und Kontextualisierung der Themen im biografisch orientierten Gespräch zwischen dem Historiker Paul Nolte und dem wissenschaftlichen Strippenzieher Lüst "Ideen und Strukturen" sich als die entscheidenden Beweger erweisen, nicht Personen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.07.2008

Als "Glücksfall" empfindet Rezensent Manuel J. Hartung dieses 300 Seiten lange Gespräch, das der Historiker Paul Nolte mit dem Astrophysiker Reimar Lüst geführt hat, der den Informationen des Rezensenten zufolge prägend für die Wissenschaftspolitik der Bundesrepublik gewesen ist. Denn hier ist es aus seiner Sicht gelungen, ein, aus dem Biografischen heraus entwickeltes, höchst aufschlussreiches Bild von der ansonsten eher "amorph" wirkenden Struktur der Wissenschaftsinstitutionen in diesem Land zu präsentieren. "Luzide und gut komponiert" sieht Hartung Lüst und Nolte die Individualgeschichte des Astrophysikers mit den Orten verbinden, an denen er in seinem Leben wirkte. In diesem nie langweilig werdenden "Marsch durch die Institutionen" und der geschmeidigen Verschränkung von Lebens-, Zeit- und Wissenschaftsgeschichte entsteht für den Rezensenten ein hoch spannendes Gesamtbild.

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