Reinhard Mohn

Menschlichkeit gewinnt

Eine Strategie für Fortschritt und Führungsfähigkeit (Ein Bericht an den Club of Rome)
Cover: Menschlichkeit gewinnt
Bertelsmann Stiftung Verlag, Gütersloh 2000
ISBN 9783892044826
Gebunden, 256 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

"Menschlichkeit gewinnt" lautet die Kurzformel für die Führungs- und Organisationsphilosophie eines der großen Unternehmer des Zwanzigsten Jahrhunderts: Nach Reinhard Mohns Überzeugung sind Führung und Partnerschaft in allen gesellschaftlichen Bereichen - im familiären Rahmen ebenso wie in der Arbeitswelt und der Politik - unabdingbare Voraussetzungen für ein erfolgreiches und friedliches Zusammenleben und die beständige Weiterentwicklung des Gemeinwesens. Säulen dieser Kooperation sind Führungsfähigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit, Lernfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.08.2000

Wenn Rainer Hoffmann darauf hinweist, dass Mohn in diesem Buch eigentlich nur einen einzigen Gedanken vorstellt - wenngleich in durchaus verschiedenen Varianten - so klingt dies zunächst nicht besonders begeistert. Dennoch kommt Hoffmann am Ende seiner Rezension zu einem positiven Fazit. Er erklärt dem Leser, dass Mohn das `Konzept der Unternehmenskultur im Hause Bertelsmann` für beispielhaft hält - nicht nur für wirtschaftliche, sondern auch für "politisch-gesellschaftliche Bereiche", wobei sich Mohn nicht nur auf den Führungsstil in seinem Haus bezieht, sondern auch auf das `gesellschaftliche Engagement`. Hoffmann bewertet Mohns Ausführungen als "reflektierte Erfahrung" und weiß durchaus den praktischen Hintergrund von Mohns Thesen zu schätzen: Ein "bedenkenswertes Vermächtnis", resümiert der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.05.2000

Uwe Jean Heuser hat dieses Buch offensichtlich mit großem Gewinn gelesen. Man könne zwar an dem ein oder anderen Punkt "herummäkeln". Ihm gefällt jedoch, wie Mohn die Möglichkeit aufzeigt, wie sich zunehmend abflachende hierarchische Strukturen und Kreativität von Mitarbeitern mit einer notwendigerweise ordnenden Struktur in Verbindung bringen lassen. Dabei gehe Mohn auch auf die Motivierung von Mitarbeitern durch Vorgesetzte, sowie auf Schwächen und Lernbedarf von Führungskräften ein. Dass Mohn seine Thesen auch auf die Politik überträgt, könne man in einzelnen Punkten zwar kritisieren. Einig ist Heuser jedoch mit dem Autor, wenn dieser bei staatlichen Leistungen mehr Durchsichtigkeit bei "Zielen und (...) tatsächlichen Ergebnissen" fordert. Dies helfe beim Vergleichen und Urteilen und führe so zu einem "Dialog" mit dem Bürger.

Beliebte Bücher

Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Nelio Biedermann. Lázár - Roman . Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2025.Nelio Biedermann: Lázár
Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…
Lukas Rietzschel. Sanditz - Roman . dtv, München, 2026.Lukas Rietzschel: Sanditz
Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…
Elizabeth Strout. Erzähl mir alles - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Elizabeth Strout: Erzähl mir alles
Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…