Mit Bildern von Reinhard Kleist. Mit dem Maler Franz Marc zieht dieses Buch in den Ersten Weltkrieg, der vor hundert Jahren Europa und die Welt ins Unheil stürzte. Der erste technisch-industrielle Krieg hinterließ Millionen Tote und war der schockierende Auftakt des 20. Jahrhunderts. Franz Marc wurde Soldat: Aus dem Blauen Reiter wurde der Reiter in feldgrauer Uniform. Wie viele andere seiner Generation erhoffte sich Franz Marc vom Schlachtgeschehen einen grausamen Durchgang zu einer besseren Zukunft und einer neuen Gesellschaft. Doch die Bilder, die der Maler dann auf den Schlachtfeldern an der Westfront sehen musste, überstiegen alle seine Vorstellungen
Die Biografie über die letzten Jahre des expressionistischen Malers und obsessiven Farbforschers Franz Marc findet Benedikt Erenz "fabelhaft". Dem Rezensenten gefällt gut, wie Reinhard Osteroth die anfängliche Kriegsbegeisterung des Künstlers in den Blick nimmt und nachzeichnet, wie an der Front "aus dem Blauen ein 'grauer Reiter' wird". Beeindruckt ist Erenz von der für seinen Geschmack gekonnten Verquickung aus individueller Lebens- und deutscher Zeitgeschichte. Sowohl für jugendliche als auch für erwachsene Leser eigne sich diese Graphic Novel, von den Zeichnungen Reinhard Kleists werde sie "markant und kraftvoll illuminiert".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2014
Laut Fridtjof Küchemann hält sich der Autor seine junge Zielgruppe selbst vom Leib, indem er sich sklavisch an die biografischen Quellen, die Feldpost und Notizen des Malers Franz Marc, hält. Warum schreibt er sich als Erzähler nicht frei? Reinhard Osteroths Erzählung über den Maler im Krieg bleibt für den Rezensenten trotz eines an sich starken Themas also blass, zumal Osteroth streng chronologisch verfährt und der Verlag auch noch auf vergegenwärtigende Abbildungen von Marcs Arbeit verzichtet. Aus welchem Grund, will dem Rezensenten nicht einleuchten. Ebenso wenig versteht er, warum Osteroth auf den einfachen, aber effektiven Kunstgriff verzichtet, Marc eine erzählende Randfigur an die Seite zu stellen, um die vom Rezensenten jedenfalls ersehnte Freiheit der Darstellung zu erlangen.
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