Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2002
Zum 200. Geburtstag des 1862 verstorbenen Dichters Johann Nepomuk Nestroy im letzten Dezember sind, spöttelt Paul Jandl, die "österreichischen Devotionalien in Stellung gebracht worden" und eine ganze Reihe von Büchern entstanden, die dem Autor, findet der Rezensent, leider kaum gerecht werden und eher zu "peinlichen Ehrungen" geführt haben. Drei dieser Hommagen hat Jandl näher beleuchtet, von denen er einzig Wendelin Schmidt-Denglers Monografie "Nestroy. Die Launen des Glücks" ein kleines Lob spendet. Nur kurz kommt der Rezensent auf Reinhard Urbachs kleines "Lexikon" Nestroyscher Begriffe zu sprechen, das ihm so gar nicht gefallen hat. Das Anliegen des Autors, den "zielgenauen Witz" Nestroys in einem Stichwortverzeichnis unterzubringen", erklärt Jandl von vornherein für gescheitert, denn die punktgenauen literarischen Treffer des Dramatikers ließen sich nun wirklich nicht noch einmal "destillieren". Und so werde, meint der Rezensent leicht entrüstet, nicht ein treffender Auszug Nestroyscher Gedanken präsentiert, sondern allenfalls deren Verwässerung. Der Dichter hätte sich, ist Jandl sicher, einen solchen "Lebenslagen-Nestroy" mit dem ihm eigenen Spott verbeten.
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