Dieses Buch erzählt die große Geschichte des Lebens. Es führt uns von einem unfruchtbaren Planeten, der seine Bahn durch den Weltraum zieht, zu den allerersten Frühformen des Lebens auf den Vorsprüngen und Kämmen von Riffen. Es schildert die Bildung von Zellen und die Entstehung der Erdatmosphäre, in deren Schutz sich Myriaden von Pflanzen- und Tierarten entwickeln. Schließlich beschreibt es das Erscheinen des Homo sapiens, mit dessen Ankunft die Geschichte der Menschen, beginnt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
"Letztlich geht es um Seelilien und Samenfarne", berichtet Diemut Klärner über diesen populärwissenschaftlichen Streifzug durch die Paläontologie. Fortey sei auf Wesen spezialisiert, die noch lange vor den Dinosauriern lebten, so genannte Trilobiten, die es ihm ermöglichen in der Biografie des Lebens vier Millarden Jahre zurück zu gehen. Klärner hat sich bei der Lektüre offensichtlich amüsiert und versichert, dass Fortey den Stoff mit vielen Anekdoten über sich und seine Forscherkollegen würzt. Mit der Photosynthes sei er allerdings nicht so vertraut. Klärner bemängelt die streckenweise "eigenwillige" Übersetzung.
Eine sehr deutsche Kritik eines offensichtlich sehr englischen Buchs hat Achim Bahnen da verfasst. Zunächst einmal wartet er mit der Banalität auf, dass die Zeiträume, um die es in Forteys "Biografie" geht (vier Milliarden Jahre) "jedes menschliche Maß übersteigen". Dann lobt er Forteys erzählerische Qualitäten, seine leichte Verständlichkeit und den Verzicht auf Fachjargon, stößt aber auf ein Theoridefizit und stellt die Sinnfrage. Forteys Buch, so Bahnen, "lässt vermissen, was von einem Biografen erwartet wird: die Chronik der laufenden Ereignisse als Entwicklung begreiflich zu machen". Offensichtlich stört Bahnen, dass in Forteys Geschichte des Lebens so viel vom Zufall bestimmt scheint. Aber wenn es so war?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
Zu den Naturwissenschaftlern, denen es gelingt, ihr Fachgebiet auch interessierten Laien verständlich zu vermitteln, zählt Klaus Gauger auch den britischen Paläontologen Richard Fortey. Gauger hebt anlässlich Forteys Band "Leben - Eine Biografie" besonders die in seinen Augen gelungene Mischung zwischen knapper und präziser Darstellung wissenschaftlicher Fakten einerseits und auflockernden Anekdoten andererseits hervor. Dabei zeige Fortey einen "humorig einfärbten" Ton und erweise sich als "unterhaltsamer Chronist des Lebens". Bezeichnend sei für Forty darüber hinaus, dass er der Entwicklung des Menschen nur einen relativ kurzen Abschnitt widme.
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