Richard L. Hudson, Benoit B. Mandelbrot

Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin
Cover: Fraktale und Finanzen
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492046329
Gebunden, 448 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Helmut Reuter. Das zentrale Problem der globalisierten Wirtschaft ist die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte. Generationen von Mathematikern und Ökonomen haben sich daran vergeblich versucht. Benoit Mandelbrot, Superstar der Mathematiker-Zunft, hat mit seiner "fraktalen Geometrie", mit "Apfelmännchen" und "Mandelbrot-Menge" unser Verständnis der Natur grundlegend verändert. Seit gut 40 Jahren hat er auch die Finanzmärkte studiert. Mit seinem Buch verändert er unser ökonomisches Denken. Märkte sind weit riskanter, als man uns bisher weismachen wollte. Mit seinen fraktalen Modellen macht er plausibel, warum Finanzmärkte ein solches Fehlverhalten an den Tag legen, wie die wilden Sprünge des Dow Jones und der IBM-Aktie, die Schwankungen der Rohstoffpreise oder der Wechselkurse von Dollar und Euro zu erklären sind. Mandelbrot widerlegt die vielen falschen Annahmen, die Millionen von Anlegern, Händlern und Managern dazu gebracht haben, die Risiken des Marktes zu unterschätzen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2005

Der Mathematiker Benoit B. Mandelbrot ist berühmt als Theoretiker des Fraktalen. In diesem Band nun, den er in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsfachmann Richard L. Hudson verfasst hat, will er nachweisen, dass die Mathematik des Fraktalen den in der Wirtschaftswissenschaft derzeit gängigen Modellen überlegen ist. Diese gehen, so seine These, von zu viel Stabilität und Normalität aus, während in Wahrheit das Risiko auf dem Finanzmarkt sehr viel größer ist als von den derzeitigen Modellen vorgesehen. So wird die Theorie der "Normalverteilung bei den Kursentwicklungen" mit Beispielen widerlegt - immerhin ein Stützpfeiler gängiger Berechnungen. Die Rezensenten Konrad Hummler und Jelmer Van der Meulen zeigen sich durchaus überzeugt von Mandelbrots Kritik. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die fraktale Mathematik noch weit davon entfernt ist, berechenbare Gegenmodelle zu entwickeln. Sie begrüßen den Band dennoch als "Denkanstoß" und loben darüber hinaus, dass er auch ohne Spezialkenntnisse in Mathematik gut lesbar und verständlich ist.

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