Bearbeitet von Ulrich Plenzdorf. Aus dem kanadischen Englisch von Ulrich Plenzdorf. Die Indianerjungen Larry und Clarence berauschen sich an Drogen, Musik und Sex. Sie wollen Gutes tun und suchen auf den tristen Straßen Liebe und Freundschaft. Doch eines Tages werden aus Blutsbrüdern Feinde.
Recht gelungen findet Rezensent Kolja Mensing dieses "schnelle und schmutzige Buch" mit Kurzgeschichten des zum Stamm der Dogrib-Indianer gehörenden kanadischen Autors Richard van Camp. Wie schon in seinem Debüt "Die ohne Segen sind" schreibe van Camp auch hier über das trostlose Leben der indianischen Jugendlichen in den Northwest Territories, so Mensing, "Jetzt werden seine Helden erwachsen, und für Larry und Clarence heißt das in erster Linie, ein bisschen Geld zu machen." Was für sie darauf hinausläuft, ein wenig zu dealen, Alkohol und Satellitenschüsseln zu verkaufen und von dem Leben zu träumen, "das sie sich aus den glänzenden Bildern ihrer Pornohefte zusammengesetzt haben." Als "einziges Problem" an dem Buch empfindet Mensing die Übersetzung des Schriftstellers Ulrich Plenzdorf. Die sei nicht nur nicht gut, sie weiche zudem vom ursprünglichen Text ab. "Offenbar traut Van Camps deutscher Verlag den Geschichten des Dogrib-Indianers nur", schließt Mensing enttäuscht, "wenn ein weißer Mann sie gründlich überarbeitet."
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